Nachhaltige Entwicklung im Umweltschutz

Im Sinne der Agenda 21 in der Schule müssen Erziehung und Bildung eine Vernetzung von gesundheitlicher, ökonomischer Entwicklung und sozialer, ökologischer Tragfähigkeit leisten.
Die Realschule Oberpleis versucht in diesem Sinne seit Jahren Theorie und Praxis regional, aber auch über die Gemeinde hinaus, sogar global, zu verbinden.
So arbeiten Lehrer, Schüler, Eltern und Mitbürger mit außerschulischen Partnern zusammen, wie mit der lokalen Agenda Königswinter (Müllvermeidung), der RSAG (Müllvermeidung, Mülltrennung),  dem Wasserbeschaffungsverband Thomasberg (Trinkwasseraufbereitung), dem Wahnbachtalsperrenverband (Trinkwasser-Aufbereitung), dem Umweltamt Bad Honnef (Gewässergüte des Rheins). Im Zweijahresrhythmus besucht der Umweltbus LUMBRICUS  der Natur- und Umweltakademie von NRW (NUA) die RSO, um mit SchülerInnen  verschiedene Parameter des Pleis- und Eisbachs zu untersuchen ( www.flussnetzwerke.nrw.de ). Außerdem erfolgt eine Zusammenarbeit mit der unteren Landschaftsbehörde, dem Forstamt Eitorf und Förstern und Forstwarten des Rhein-Sieg-Kreises, Herrn Krämer als Vorsitzendem des Verschönerungsvereins Siebengebirge (Einsatz von "Naturparkwächtern") www.naturpark-siebengebirge.de  und nicht zuletzt mit Frau Andrea Milz, der Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Chronologischer Überblick:


2001/2002 Verwirklichung des Müllvermeidungs- und Mülltrennungskonzeptes an der Schule, eigene Kompostierung von Biomüll
2002/2003 SchülerInnen der Klassen 7 bis 10 arbeiten als "Naturparkwächter" durch Aufsuchen "wilder Mülldeponien" im Siebengebirge und Ergründen der Ursachen und Auswirkungen von Müll auf Boden, Wasser und Luft.
2004 erfolgt die Schulung der "Naturparkwächter" im FFH - Gebiet durch Fachkräfte des VVS und des Forstamtes Eitorf in Hinblick auf die Artenkenntnis, Biotopschutz und Biotoppflege. Der Einsatz der SchülerInnen erfolgt besonders am Stenzelberg, auf dem Ölberg, dem Peters- und Lohrberg und den Löwenburgwiesen. Dabei lernen die Jugendlichen auch die Konflikte im Naturschutzgebiet Siebengebirge kennen und lösen. Es geht hierbei auch darum, die unterschiedlichen Interessen der Umweltschützer mit denen der Vielzahl von Wanderern, Sportlern, Mountainbikern, Hundeführern und Kletterern in Einklang zu bringen.
Die SchülerInnen dürfen sich ausweisen und Bürger auf Ihre Rechte und Pflichten aufmerksam machen.Die Schüler beteiligen sich an Müllsammelaktionen und helfen am "Tag der offenen Tür", am 1. Mai.
2005 erfolgt die Zusammenarbeit mit der NUA durch Bestimmung der biologischen und chemischen Gewässergüte des Pleis- und Eisbachs und Eingabe der Werte auf die Internetplattform www.flussnetzwerke.nrw.de
( Agger/Sieg).
2002/2003 erfolgt eine schulformübergreifende Kooperation  mit dem Leistungszentrum für Naturwissenschaften und Umweltfragen des Gymnasiums Frechen, Zusammenarbeit in regenerativen Energien, Umweltfragen
2008 "Power to Madagaskar", Kooperationsprojekt mit dem Gymnasium Frechen, Zusammenarbeit mit der deutschen Umwelthilfe und T- mobile: Recycling von alten Handys zugunsten eines Dorfes auf Madagaskar (Elektrifizierung) www.power-to-madagascar.org , http://cophylab.no-ip.org/groups/sw/ob

Pädagogisches Konzept


Die Arbeit in der Umweltbildung ermöglicht flexibleres, vernetztes Denken zu entwickeln, das zukunftsweisend ist.
Aktives Handeln im Umweltschutz bedeutet letztendlich Einsparen von Ressourcen, denn Schutz und Erhaltung der Arten und ihre Pflege durch Bürger, bedeutet langfristig gesehen, einsparen von Geld. 
Das pädagogische Konzept beinhaltet: Schüler lernen von Schülern, Schüler von Bürgern und Bürger von Schülern.
Schulformübergreifendes Lernen bedeutet heterogenes Lernen. Durch
gegenseitiges Besuchen und gegenseitigen Erfahrungsaustausch verschiedener Schulen ( LNU -  Frechen) und Vertretern des VVS, außerregionalen Partnern wie die der NUA werden Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgetauscht, die Alters- und Schulform unabhängig sind, jeder wird zum Experten. Das Einzelkämpferdasein von Schülern und Lehrern, Vertretern verschiedener Interessenverbände, wird hiermit aufgebrochen, Toleranz und der Erwerb von Teamfähigkeit gefördert. Die Schüler dokumentieren das Erfahrene durch eigene Gestaltung von Referaten, Bildern und Eingabe ihrer Werte und Dokumente in unterschiedliche Medien, durch Teilnahme an Wettbewerben und multimediale Präsenz.
Das Ausprobieren von neuen Ideen (neue Technologien, Neuen Medien) und die Unterstützung durch heterogene Gruppen weckt die Neugier und erzeugt Eigeninitiative, sich neuen Problemen zu stellen und sie zu lösen.

Es geht in der Umwelterziehung nicht allein um die Vermittlung von Wissen und Wissenstransfer, sondern es müssen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Verhaltensänderungen erworben werden. Durch Erkennen von Problemen und Entwicklung eigener Lösungsstrategien im  handlungsorientiertem Vorgehen soll der junge Mensch befähigt werden, seinen eigenen Lebensweg zu erkennen und mit Vertrauen einzuschlagen.

 

 



Nachhaltige Entwicklung

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